Leistungen | 03.08.2020

Abbiegeassistent: Lkw-Flotten jetzt nachrüsten

Weniger Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern – Großstädte planen Fahrverbote

In zwei Jahren werden Abbiegeassistenten für alle neuen Lkw EU-weit Pflicht. Schon jetzt gibt es in einzelnen europäischen Städten – etwa Wien und London – Fahrverbote für Nutzfahrzeuge, die nicht mit diesem Sicherheitssystem ausgestattet sind. Was steckt dahinter?
 
Allein in Deutschland sterben pro Jahr etwa 40 Fahrradfahrer und Fußgänger durch rechts abbiegende Lkw. Um dem weiter vorzubeugen, müssen alle Lkw mittelfristig mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet werden. Auch deutsche Städte bereiten Fahrverbote für Lkw vor, die nicht mit dem Sicherheitssystem ausgerüstet sind. Zu hören ist dies von München. Es scheint auch unausweichlich, dass weitere Metropolen folgen.
 
Eine Pflicht zur Nachrüstung gibt es bislang nicht. Aber es gibt Förderprogramme, die Unternehmen nutzen können, wenn sie ihren Fuhrpark nachträglich sicherer gestalten wollen.
 
Unternehmen, die Lkw unter 7,5 Tonnen freiwillig mit einem Sicherheitssystem ausstatten, können dafür seit kurzem beim Bundesamt für Güterverkehr staatliche Zuschüsse beantragen. Der Zuschuss beträgt höchstens 80 Prozent oder maximal 1.500 Euro je Fahrzeug, aber auch nur für maximal zehn Fahrzeuge pro Jahr. Der Fördertopf enthält fünf Millionen Euro und gilt nur für Systeme mit ABE. Für Lkw ab 7,5 Tonnen gibt es sogar bis zu 2.000 Euro. Hier dürfen 17 Fahrzeuge pro Jahr nachgerüstet werden. Eine Deckelung auf den Fördertopf gibt es hier nicht.

Umrüstungsmöglichkeiten:

  • Seitliche Markierungsleuchten, die während dem Blinken dem Radfahrer oder Fußgänger einen Abbiegevorgang anzeigen.
     
  • Kameras, die den nicht einsehbaren Bereich abdecken und so dem Fahrer eine bessere Kontrolle ermöglichen.
     
  • Sensoren, die ebenfalls dabei helfen, dem Fahrer anzuzeigen, ob er andere Verkehrsteilnehmer womöglich übersieht.

 

Wenn Sie Unterstützung bei den Förderanträgen benötigen oder andere Fragen zum Thema haben, etwa wie sich die Nachrüstung auf Ihre Versicherungsprämien auswirken kann, sprechen Sie uns gerne direkt an.

Schreiben Sie einfach eine E-Mail an kfz@buechnerbarella.de mit Ihrer Frage oder kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort.

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